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Betreiber informiert die Feuerwehr

Einsatzkräfte aus Jemgum besichtigen Schieberstation der BEP


Eine Delegation der Feuerwehren in der Gemeinde Jemgum informierte sich am vergangenen Mittwoch über eine Schieberstation der Bunde-Etzel Pipeline in Soltborg. Die Betreiber stellten Anlage vor und beantworteten viele Fragen.



Jemgum/Soltborg - Die Bunde-Etzel Pipeline, eine Gasleitung von Bunde bzw. Oude in den Niederlanden nach Etzel. Über diese rund 60 Kilometer lange Leitung wird der Erdgasspeicher in Etzel (Landkreis Wittmund) mit dem Gasnetz verbunden. Die Zwischenspeicherung ist erforderlich, um kontinuierliche Versorgung mit Erdgas sicher zu stellen und etwaige Lieferschwankungen auszugleichen. Da die Pipeline bei ihrem Weg durch Ostfriesland auch ein großes Stück unter dem Landkreis Leer verläuft, gibt es oberirdisch zwei Schieberstationen. Die eine in der Samtgemeinde Hesel, die zweite in Soltborg. Die Feuerwehren der Gemeinde Jemgum haben sich am vergangenen Mittwoch über die Pipeline und mögliche Gefahren der Schieberstation informiert.

Die Betreibergesellschaft der Bunde-Etzel-Pipeline hatte dazu eine Delegation aller Jemgumer Ortsfeuerwehren ins Dorfgemeinschaftshaus Jemgum eingeladen. Vor der ausführlichen Präsentation, spendierte die Bunde-Etzel-Pipelinegesellschaft mbH & Co. KG (BEP) den Feuerwehrleuten ein leckeres Abendessen. An der Leinwand wurde den Einsatzkräften dann das gesamte Projekt der Pipeline vorgestellt. Auf mögliche Gefahren die von der Schieberstation ausgehen könnten wurden gezielt hingewiesen. Zudem zeigten die Mitarbeiter von BEP die ausführlichen Sicherheitsstandards an der Anlage auf.

Im Anschluss fuhr die Delegation dann zur Schieberstation. Durch den Operation Manager Heiko Uthe, von der Bunde-Etzel-Pipelinegesellschaft mbH & Co. KG, wurde den Führungskräften der Feuerwehr dann die komplette Schieberanlage gezeigt. Auf dem kleinen Gelände an der Landesstraße 15 sind neben dem großen hydraulisch gesteuerten Hauptventil, auch einige kleine Handbetriebene Ventile zu finden. Zudem befindet sich auf der Anlage eine Einrichtung mit einem großen Rohr um Gas kontrolliert in die Atmosphäre abgeben zu können. Neben den Gefahren durch das Erdgas befinden sich im Stationshäuschen auch eine große Anzahl an Akkus, die bei Stromausfall die Anlage mehrerer Wochen mit Energie versorgen können.

An diesem Abend wurde auch das Vorgehen der Feuerwehren bei einem möglichen Stör- bzw. Brandfall besprochen und abgestimmt. Die Schieberstation der Bunde-Etzel-Pipelinegesellschaft ist neben den Erdgasspeichern von Astora und der EWE eine weitere, wenn auch vergleichsweise kleine, Anlage mit erhöhtem Gefahrenpotenzial zwischen Jemgum und Holtgaste. Wie auch bei den Gaskavernen wird bei der Pipeline die Sicherheit für Menschen und Umwelt groß geschrieben.

Bericht von Dominik Janßen