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Alle Feuerwehren funken jetzt Digital

Die Umrüstung der Feuerwehren im Kreis Leer ist abgeschlossen


In dieser Woche hat die Feuerwehrtechnische Zentrale die letzten Fahrzeuge der Feuerwehren auf den Digitalfunk umgestellt. Das TSF der Feuerwehr Potshausen war der letzte Wagen.




LK Leer - Die Mitarbeiter der Feuerwehr Technischen Zentrale in Leer haben es geschafft. Seit Mittwoch dem 30. Oktober funken alle Feuerwehren Digital. Mit dem Einbau der letzten Geräte in die Fahrzeuge der Feuerwehr Langholt und Potshausen ist eine lange Umbauwelle, die am Anfang des Jahres angelaufen ist abgeschlossen.

Die letzten beiden Fahrzeuge die auf Digitalfunk umgerüstet wurden.

Im Januar wurde die Gemeinde Bunde als erste Kommune im Landkreis komplett mit der neuen Technik ausgestattet. Die Fahrzeuge der Kreisfeuerwehr erhielten die Digitalfunktechnik ebenfalls zum Jahresbeginn.

Zwischendurch musste immer mal wieder ein paar Wochen pausiert werden, da die Geräte die von den Gemeinden beschafft wurden noch nicht verfügbar waren. Zwischen zwei und drei Fahrzeugen konnten die Mitarbeiter in der FTZ an einem Tag komplett umrüsten. Beim Umbau wurden immer innerhalb von ein bis zwei Wochen eine ganze Kommune umgerüstet um Funkprobleme innerhalb der Gemeinden zu vermeiden.

Die Bilanz

Insgesamt wurden nun 178 Fahrzeugfunkgeräte in 160 Einsatzfahrzeugen eingebaut. Zusätzlich noch an die 200 Handfunkgeräte mit Fahrzeugladegeräten. Bei vielen Löschfahrzeugen musste zudem eine zweite Bedienstelle an der Pumpe mit installiert werden. Den Mehraufwand, der neben der eigentlichen Arbeit an der Feuerwehrtechnischen Zentrale entstand, konnte nur durch eine Aufstockung des Personals erfolgen. Martin Stebner unterstützte Kreisfunkmeister Hans-Hermann-Lehmhuis und Kreisschirrmeister Remon Hafermann.

Was bietet die neue Technik, warum die Umrüstung?

Es gab in der Vergangenheit immer wieder Verständigungsprobleme in den Randbereichen des Landkreises. Aufgrund des Netzaufbaus gehört dies endgültig der Vergangenheit an. Das Funkgerät braucht nicht einmal innerhalb der Kreisgrenzen stehen und kann trotzdem in bester Qualität mit seinem Gesprächspartner funken. Theoretisch könnten sich so ein Fahrzeug in Hannover mit einem Fahrzeug in Leer unterhalten.

Aber nicht nur die Netzabdeckung ist ein klarer Vorteil der neuen Technik. Durch die Digitalisierung der Stimme werden Nebengeräusche von z.B. vom Wind, von Pumpen, etc. fast vollständig ausgeblendet und nicht übertragen. Außerdem ist es technisch möglich ein Einzelgespräch mit einer oder mehreren bestimmten Personen zu führen.

Mit der Umrüstung auf den Digitalfunk ist es nun auch allen Fahrzeugen möglich ihren aktuellen Status, z.B. Ankunft an einem Einsatzort, mit nur einem Tastendruck zu senden. Diese Möglichkeit gab es auch im Analogfunk, mit dem sogenannten Funkmeldesystem schon, bedurfte aber einen speziellen Funkhörer der nur auf wenigen Fahrzeugen verbaut war. Die wortlose Übertragung der Statusmeldungen entlastet den Funkverkehr und sichert eine 100%ige Dokumentation der Zeiten.

Neue Möglichkeiten


Navigation via Digitalfunk und ein IHM Panel

Eine neue Möglichkeit ist die Anbindung an ein Navigationgerät über eine spezielle Schnittstelle. Das Navi wird direkt von der Leitstelle aus, mit der Alarmierung auf den richtigen Zielort programmiert. In Verbindung mit diesem System ist auch der Anschluss an ein Panel für die Statusübertragung möglich, sodass mit Leuchtenden Tasten die Meldungen abgesetzt werden können. Einige Feuerwehren und auch Fahrzeuge der Kreisfeuerwehr haben dieses Zubehör bereits eingebaut.

Nicht nur Navigationgeräte können angeschlossen werden, auch eine Kombination mit der Fahrzeugtechnik oder z.B. einer Torsteuerung sind möglich. Zudem hat jedes Funkgerät, egal ob Handfunk oder Fahrzeugfunk einen eingebauten GPS Sender mit dem einen Ortung im Notfall und eine Ortung zur schnelleren Einsatzdisposition möglich ist.






Nach der Umrüstung ist aber auch vor der Umrüstung. Nachdem nun alle Feuerwehren mit Digitalfunk ausgestattet sind geht der Umbau beim Rettungsdienst los.

Bericht und Bilder von Dominik Janßen