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Digitalfunk im Landkreis Leer

Schon die Hälfte der Feuerwehrenfahrzeuge sind umgerüstet




LK Leer - Es ist sehr warm in der Halle der Feuerwehrtechnischen Zentrale an diesem Dienstnachmittag. Gerade hat Kreisfunkmeister Hans-Hermann Lehmhuis das Löschgruppenfahrzeug der Feuerwehr Veenhusen aus der Sonne heraus in die Halle gefahren. Es ist das dritte Fahrzeug an diesem Tag welches er zusammen mit Martin Stebner auf den Digitalfunk umrüstet. "Um Probleme in der Kommunikation innerhalb der Gemeinde möglichst gering zu halten, müssen wir alle Fahrzeuge einer Kommune in kürzester Zeit umrüsten", sagte Lehmhuis, während er bereits das alte analoge Funkgerät aus dem Einsatzfahrzeug ausgebaut hatte.

Wo ist die Umrüstung bereits abgeschlossen?

Inzwischen sind nicht nur die Fahrzeuge aus Moormerland mit der neuen Technik ausgerüstet. Anfang des Jahres hatte die FTZ damit begonnen die kreiseigenen Fahrzeuge mit den Digitalfunkgeräten auszurüsten. Es folgte dann schnell die Gemeinde Bunde, die nun bereits seit Januar mit der neuen Technik arbeitet. Seit ein paar Wochen ist nun die nächste "Umbauwelle" angelaufen. Die Gemeinden Westoverledingen, Rhauderfehn, die Stadt Leer und die Gemeinde Moormerland sind bereits fertig. Die Fahrzeuge der Samtgemeinde Jümme sind jetzt die nächsten auf dem Plan der Funkwerkstatt.


Wie geht es mit dem Umbau weiter?

Die Reihenfolge, welche Kommunen wann umgebaut werden, wird hauptsächlich durch die Verfügbarkeit der Geräte bestimmt. Die Feuerwehrtechnische Zentrale arbeitet hier nämlich nur als Dienstleister für die Gemeinden, welche die Funkgeräte selber bestellt haben. Der Gerätetyp ist aber aufgrund einer Ausschreibung bei allen Wehren im Landkreis Leer derselbe. Neben den Geräten selber muss dann bei einer zentralen Stelle in Hannover eine BOS-Sicherheitskarte geordert werden. Der Geräte lassen sich nur mit einer solchen Sicherheitskarte, vergleichbar mit einer SIM Karte im Handy, betreiben.

Wie läuft der Umbau ab?

Beim Umbau der Einsatzfahrzeuge der Feuerwehren werden zuerst die analogen Geräte, Bedienteile und alten Hörer aus den Fahrzeugen ausgebaut. Dann erfolgt der Einbau des neuen Funkgeräts. Zusätzliche wird in jedes Fahrzeuge eine Schnittstelle eingebaut über die später eventuelle Updates der Geräte vorgenommen werden können. Außerdem wird noch ein externes Lesegerät für die BOS-Sicherheitskarte verbaut, sodass bei einer Kartenentnahme nicht alle Verkleidungsteile demontiert werden müssen. Eine neue Antenne mit entsprechender Vorsteuertechnik wird ebenfalls montiert. Bedient werden die neuen Digitalfunkgeräte dann nicht mehr über ein extra Bedienteil sondern direkt auf dem neuen Hörer.


Neuer Standard, Statusmeldungen per Knopfdruck

Seit der letzten Woche ist nun auch eine neue Anbindung an die Feuerwehreinsatz und Rettungsleitstelle installiert. Die Feuerwehren können nun die häufigsten Funksprüche mit einem einzigen Tastendruck erledigen. Das Funkgerät überträgt dann die sogenannten Statusmeldungen direkt an den Zentralen Computer in der Leitstelle, wo z.B. die Ausfahrt zu einem Einsatzort direkt in das Einsatzprotokoll übernommen wird.

Diese Statusmeldungen waren beim analogen Funk auch schon möglich(FMS-Telegram), jedoch war hierzu eine extra Programmierung bzw. eine neue Hardware erforderlich. Mit dem neuen Digitalfunk ist die Übertragung der Statusmeldungen nun für alle möglich.

Bericht von Dominik Janßen