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Orts- u. Gemeindebrandmeistertagung

Der Einladung nach Burlage folgten mehr als 200 Teilnehmer


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Burlage / LK Leer - Zur diesjährigen Orts- und Gemeindebrandmeistertagung lud Kreisbrandmeister Theodor de Freese, die Ortsbrandmeister und Stellvertreter der 79 Ortsfeuerwehren, alle Funktionsträger und Mitarbeiter der Kreisfeuerwehr, Führungskräfte anderer Hilfsorganisationen im Landkreis Leer, Führungskräfte der Feuerwehr in den Benachbarten Niederlanden, den Landrat Bernhard Bramlage und weitere Gäste aus Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik nach Burlage ein.

Die Feuerwehr Burlage rund um Ortsbrandmeister Wolfgang Harms, die in diesem Jahr auch Ausrichter des Kreisfeuerwehrverbandsfestes im Juni sind, hatte die örtliche Sporthalle in einen Tagungsraum für über 200 Teilnehmer verwandelt.

Eröffnet wurde die Tagung in diesem Jahr durch eine musikalische Aufführung der Musikzüge der Feuerwehr Collinghorst und Loga. Anschließend richtete Gemeindebürgermeister Geert Müller (Rhauderfehn) ein paar Grußworte an die Versammlung. Zudem ging Müller noch einmal auf die Schlagzeilen der Tagespresse der letzten Wochen ein, in denen die Gemeinde Rhauderfehn bei der Feuerwehr einiges auf den Prüfstand stellen wollte.

Zum Gedenken an 37, im letzten Jahr, verstorbenen Kameraden erhoben sich die Anwesenden von ihren Plätzen.

In seinem Jahresbericht hob Kreisbrandmeister Theodor de Freese noch einmal deutlich hervor wie wichtig die Arbeit der Freiwilligen in den Feuerwehren ist, es appellierte deswegen an die Politik und die Verwaltungen der Kommunen nicht am falschen Ende zu sparen. „Erst wenn Brandschutz und Hilfeleistung nicht mehr von den Freiwillgen und Ehrenamtlichen erledigt wird, werden sie sehen wie teuer es werden kann“, so de Freese weiter. Am Beispiel der vom Landesfeuerwehrverband gestarteten Kampagne zur Gewinnung neuer Mitglieder machte er deutlich das es ein gemeinsames Ziel von Feuerwehr und Politik sein muss die Feuerwehren zu erhalten. Er richtete sich auch an alle Bürgermeister, Verantwortlichen in den Kommunen, den Arbeitgeber vor Ort deutlich zu machen wie wichtig eine Freistellung zu Einsätzen über Tag ist. Der Kreisbrandmeister gab einen Anstoß über eine eventuelle Entschädigung der Arbeitgeber, nicht nur die Erstattung des Lohnausfalls nachzudenken.

Die Zahl der Mitglieder in den 79 Ortsfeuerwehren ist im vergangenen Jahr leicht Rückläufig gewesen. 3735 Kameradinnen und Kameraden waren am 31.12.2012 Mitglied in den Feuerwehren des Landkreis Leer. Bei den Kräften der Einsatzabteilungen ging die Zahl um fünf aktive zurück auf 2269. Um den Brandschutz und die Hilfeleistung sicherzustellen sind die Wehren demnach noch gut aufgestellt. In den 33 Jugenfeuerwehren sang die Mitgliederzahl ebenfalls leicht. Im Vergleich zu 2011 um 12 Jugendliche. 497 Mädchen und Jungen sind zur Zeit mit Spaß und Freunde dabei. 75 Mitglieder verzeichnen die vier Kinderfeuerwehren im Landkreis Leer (Burlage, Westrhauderfehn, Warsingsfehn und Leer). 784 Mitglieder zählen die Alters- und Ehrenabteilung der Wehren im Kreisgebiet.

In den vier Musiktreibenden Zügen ist der Personalstand dagegen unverändert geblieben, bei den Musik- und Spielmannszügen der Feuerwehren Borkum, Collinghorst, Loga und Leer sind 73 Musiker aktiv.

Einsatzgeschehen
Im letzten Jahr gab es wieder ein breites Einsatzspektrum für die 79 Feuerwehren. Von „Katze im Baum“, über Wohngebäudebrände bis hin zu schweren Verkehrsunfällen mussten 2012 insgesamt 1031 Einsätze abgearbeitet werden. Stellvertretend für die vielen schweren Einsätzen bei denen zum Teil auch die Notfallseelsorger zum Einsatz kommen musste hob de Freese einen Unfall auf der Bahnstrecke Leer-Oldenburg am Heilligen Abend hervor. Bei dem Kameraden aus der Samtgemeinde Jümme mehrere Stunden vor Ort zu tun hatten, während im Hintergrund die Kirchenglocken zu hören waren und die Familien in den Stuben warteten.
530 mal lautete das Einsatzstichwort „Brandeinsatz“ und 501 mal war eine Hilfeleistung Grund für den Alarm. 201 Fehlalarmierungen und 61 Blinde Alarm hat es in 2012 gegeben. Vier mal wurden die Feuerwehren böswillig falsch alarmiert. Die Feuerwehr und Rettungsleitstelle musste insgesamt 65.452 Meldungen bearbeiten, die auf 47.871 Notrufe und auf 17.581 ISDN Abfragen aufteilten. Kerngeschäft der Leitstelle war auch in 2012 der Rettungsdienst.

In seinen weiteren Ausführungen ging der Kreisbrandmeister noch auf die Bereiche Ausbildung, Atemschutz, Sicherheit, Brandschutzerziehung, Jugendfeuerwehr, Gefahrgutzug, Fachzug Logistik und die Leistungswettbewerbe ein. Die Jahresberichte aller Funktionsträger der Kreisfeuerwehr sind im Jahrbuch der Feuerwehren im Landkreis Leer nachzulesen.

Nachdem Rückblick auf den vergangene Jahr gab de Freese noch einen kurzen Einblick in die Zukunft. Beim Thema Digitalfunk berichtete er, dass die ersten Fahrzeuge und Feuerwehren bereits umgerüstet wurden und alle Teilnehmer bislang sehr zufrieden mit der neuen Technik sind. Ein paar Worte gab es auch zur neuen Regionalleitstelle in Wittmund, de Freese glaubt nicht mehr an einen Start in 2013, vielmehr geht er von mit 2014 aus. Die Verbindung zwischen der Feuerwehr und der neuen Leitstelle betitelte er als Zweckehe, „ es ist bestimmt keine Liebesbeziehung“, so de Freese.

Er schloss seinen Jahresbericht mit den Motto der Feuerwehen für das Jahr 2013:
Feuerwehr – ein starkes Element unserer Gesellschaft!!!

In den weiteren Tagesordnungspunkten galt es insgesamt 14 Kameraden zu Brandmeistern, Oberbrandmeistern, Hauptbrandmeistern und einen Kameraden zum ersten Hauptbrandmeister zu befördern. Die Namen der Beförderten sind rechts im Infokasten zu finden.

Für die Ehrungen die unter Tagesordnungspunkt 6 vorgesehen waren trat Regierungsbrandmeister und Präsident des Ostfriesischen Feuerwehrverbandes Arnold Eyhusen ans Mikrofon. Er zeichnete die Kameraden Joachim Reuwsaat und Johann Steenblock mit der Ehrennadel des Niedersächsischen Feuerwehrverbandes in Bronze aus. Die Kameraden Conrad Hanken, Robert Hensmann, Otto Oltmanns, Klaus Peter, Wiard Sterrenberg und Geritt Yzer erhielten die Ehrennadel der Ostfriesischen Feuerwehr.

Landrat Bernhard Bramlage, der stellvertretende Leiter der Niedersächsische Akademie für Brand- und Katastrophenschutz, Regierungsbrandmeister Arnold Eyhusen, der Leiter der Feuerwehr Oldtamt in den Niederlanden und auch Heinz-Herbert Dirks von der Ostfriesischen Brandkasse aus Aurich richteten ein paar Worte an die Teilnehmer der Tagung.

Per Handschlag wurde Alwin Stamm aus Westoverledingen, unter dem Punkt Verschiedenes, von Kreisbrandmeister Theodor de Freese für die Dauer von drei Jahren zum neuen Kreisausbildungleiter verpflichtet.

Nach knapp drei Stunden ging die Veranstalltung in der Sporthalle Burlage dann zu Ende und de Freese wünschte allen Anwesenden eine gute Heimfahrt und beendete die Tagung mit den Worten: „Gott zu Ehr, dem nächsten zur Wehr“.

Bericht von Dominik Janßen