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Erste Schritte in Richtung Digitalfunk
Neue Funkrufnamen im Landkreis Leer


Der Digitalfunk in Niedersachsen kommt und auch im Landkreis Leer steht die Umschaltung vom Analogen Senden und Empfängen zum neuen Digitalfunk in den Startlöchern. Mit der Umstellung der Funkrufnamen ist der erste Schritt bereits zum 01. November erledigt.

LK Leer - Die Feuerwehren, der Rettungsdienst und alle anderen Hilfsorganisationen aus Landkreis die per Funk in Verbindung mit der Feuerwehr und Rettungsleitstelle Leer stehen hören seit dem 01. November 2012 auf neue Rufnamen. Bislang waren die Rufnamen vierstellig, man konnte aus ihnen den Ort der Feuer- oder Rettungswache und die Art des Fahrzeuges erkennen. Mit den neuen Rufnummern, die jetzt fünf Stellen umfassen, ist dies auch noch immer möglich. Jedoch musste das komplette System der Aufteilung geändert werden.

Neuer Funkrufname auf dem Rufbereitschaftsfahrzeug der Leeraner FTZ

Warum die Umstellung?

Beim Digitalfunk meldet sich das Funkgerät selbstständig an einer Basisstation, ähnlich wie beim Handynetz, an. Hierfür ist eine eindeutige Kennung des Teilnehmers erforderlich. Da in ganz Niedersachsen das Digitalfunknetz identisch ist, war eine Anpassung der, bislang unterschiedlich gehandhabten Rufkennungen im Bundesland erforderlich. Hinter dem fünfstelligen Funkrufnamen verbirgt sich eigentlich eine 24-stellige Kennung, sodass jeder Funkteilnehmer eine eigene „Nummer“ hat. Gesprochen werden diese 24 Stellen jedoch nicht.

Was ändert sich?

Bislang hatte jede Feuerwehr oder jede Rettungswache eine eigene Nummer, bevor die Art des Fahrzeuges genannt wurde. Am Beispiel der Feuerwehr Flachsmeer, stand beim alten Rufnamen 73-10 die „73“ für Flachsmeer und die 10 für die Fahrzeugart (Tanklöschfahrzeug in diesem Fall).
Nach dem neuen Rufnamensystem weist die ersten Ziffer auf den Brandabschnitt, die zweite auf die Stadt oder die Gemeinde, die nächsten zwei Ziffern verraten die Fahrzeugart und die letzte Ziffer dann um welche Feuerwehr es sich in der Kommune handelt. Am Beispiel der Feuerwehr Flachsmeer 25-20-2, steht die erste „2“ für den Abschnitt Süd, die „5“ für die Gemeinde Westoverledingen, hinter der 20 steckt ein Tanklöschfahrzeug und die letzte „2“ in der Gemeinde Westoverledingen für die Ortsfeuerwehr Flachsmeer.
Mit den neuen Rufnamen ist die Unterscheidung der Fahrzeugarten etwas detaillierter geworden, so lässt sich bei den Löschfahrzeugen z.B. sofort Erkennen ob Wasser an Board mitgeführt wird.

Etwas anders sind die Rufnamen beim Rettungsdienst aufgeteilt. Hier stehen die ersten zwei Ziffern für die Rettungswache, der nächste Block wieder für die Fahrzeugart und die letzte Ziffer gibt Auskunft über das wievielte Fahrzeug dieser Art auf dieser Wache.

Auch die Feuerwehr und Rettungsleitstelle hat zum 01. November die Änderungen ins System übernommen, sodass z.B. bei Funkgeräten die mit Funkmeldesystem ausgestattet sind beim Übertragen des Status auch der richtige neue Rufname angezeigt wird.
In den Ortsfeuerwehren hat die Umstellung, mit kleinen Umgewöhnungen gut funktioniert. Um den Wehren das Funken mit anderen Fahrzeugen zu erleichtern wurden im Landkreis kleine Bücher an die Wehren ausgegeben in dem alle Fahrzeuge aufgelistet sind.

Der Testbetrieb des neuen Digitalfunknetzes startet zu Beginn des neuen Jahres, der Rettungsdienst wird zuerst in den Genuss der neuen Technik kommen. Die Retter arbeiten täglich mit dem Funkgerät und deswegen für den Testbetrieb prädestiniert.

Bericht von Dominik Janßen