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Sirenen werden getestet

Pressemeldung des Landkreis Leer


Am 01. Juni um 12:00 Uhr findet im Landkreis Leer eine Überprüfung der Sirenen im Katastrophenfall statt. Auch das KAT-Warn System wird getestet.

Eine Sirene wie sie vielfach im Landkreis Leer auf den Dächern von Schulen oder Feuerwehren zu finden ist (Bild: Wikipedia)

Leer - Der Landkreis Leer hat jetzt alle im Kreisgebiet vorhandenen Sirenen auf digitale Steuerung umgestellt. Mit einem Probealarm am 1. Juni werden nun die Auslösung des Warnsystems und die aufgerüsteten Sirenen getestet. Zudem soll die Bevölkerung auf den Sinn und Zweck des Alarms hingewiesen werden.
Um 12 Uhr werden die Sirenen in einem auf- und abschwellenden Dauerton über 15 Sekunden, den einige noch als „Fliegeralarm“ kennen, ertönen.
Nachdem die militärische Bedrohungslage nach der Maueröffnung im Jahre 1990 weggefallen ist, hat der Bund die Unterhaltung der vorhandenen Sirenen aus Kostengründen eingestellt. Die Sirenen dienten in erster Linie der Bevölkerungswarnung im Verteidigungsfall. Mit der Auflösung des Ostblocks war diese Gefahr nicht mehr gegeben. Die vorhandenen Sirenen wurden den Landkreisen übereignet.
Während viele Landkreise die Sirenen abgebaut haben, ist der Landkreis Leer nach wie vor gut mit Sirenen versorgt, hat sie nach und nach auf digitale Steuerung umgestellt, um diese neben der Alarmierung der Feuerwehren beim Ausfall der „Stillen Alarmierung“ auch für die Warnung der Bevölkerung im Katastrophen- beziehungsweise Großschadensfall zu nutzen.
Einem Großteil der Bürger sind aber die Bedeutungen der Sirenenwarnungen nicht mehr bekannt, so Thomas Stamm, Leiter des zuständigen Ordnungsamtes. Zumal die Probealarme seit den 80er Jahren nur noch für die Feuerwehren erfolgt sind. Mit dem Probealarm sollen die Sirenensignale wieder in das Bewusstsein der Bürger gebracht werden.
Auch in anderen Teilen Ostfrieslands wird am 1. Juni die Auslösung der Sirenen geprobt. Zudem testen am gleichen Tag die Landkreise Aurich, Leer, Wittmund sowie die Stadt Emden das neue Katastrophenwarnsystem Katwarn, das die angemeldeten Empfänger über SMS und E-Mail warnt.

Für die Bevölkerungswarnung gilt der auf- und abschwellende Ton. Wenn dieser Warnton erfolgt, sollten im Ernstfall die Radiogeräte umgehend angeschaltet werden. Nähere Anweisungen erfolgen dann über die Radiosender (beispielsweise Fenster und Türen geschlossen halten). Etwaige weitere Ansagen können auch über Lautsprecherwagen erfolgen.
Für weitere Auskünfte steht die Kreisverwaltung unter den Rufnummern 0491/926-1423 und 0491/926-1422 gerne bereit.