Suizid in Leeraner Wohnung
Einsatzkräfte in Gefahr
Bericht von Dominik Janßen
In einer Wohnung in der Heisfelder Straße fanden Feuerwehr und Polizei den Mann am Montagnachmittag. Er hatte die Einsatzkräfte mit einem Schild vor der Kohlenmonoxid-Gefahr gewarnt.
Leer - Durch die Polizei wurden am Montagnachmittag der Rettungsdienst und die Feuerwehr angefordert. Bekannte eines Mannes, der in der Heisfelder Straße in Leer wohnte, wunderten sich über das nicht-erscheinen des sonst so zuverlässigen Mannes. Die Tatsache das sie ihn weder per Telefon noch persönlich erreichen konnten veranlasste die Bekannten die Polizei zu informieren. Der Mann hatte bereits in der Vergangenheit einmal eine Suizidabsicht geäußert.
Der Rettungsdienst und die Polizei standen bereit, die Feuerwehr war mit zwei Fahrzeugen angerückt und sollte einen Zugang zur Wohnung schaffen. Die erste Tür war schnell geöffnet, jedoch konnte im Erdgeschoss niemand gefunden werden, auch auf dem Weg zur Oberwohnung musste ein weiteres Schloss geöffnet werden. An der Badezimmertür der Oberwohnung, die ebenfalls verschlossen war, hatte der Mann ein Hinweisschild aufgehangen, auf dem zu lesen war: "Vorsicht - Vergiftungsgefahr". Der Einsatzleiter entschied, ein weiteres Vorgehen nur per Atemschutztrupp fortzusetzen. Die Badezimmertür wurde geöffnet und der Raum gelüftet. Der Mann befand sich tatsächlich in dem Raum, der Notarzt konnte jedoch nur noch den Tot feststellen. Nachdem die Wohnung mit einem neuen Türschloss gesichert war konnte die Feuerwehr den Einsatz beenden.
Dank der Warnung des Mannes, an der Tür zum Bade, sind die Einsatzkräfte nicht in den vermutlich mit Kohlenmonoxid gefüllten Raum gelaufen und konnten somit der unsichtbaren Gefahr entgehen. Die genaueren Umstände zu diesem Einsatz werden von der Polizei ermittelt.
